Metallbänder - funktional einsetzbar

Bei Metallbändern handelt es sich um Sonderwerkstoffe mit speziellen physikalischen Eigenschaften auf der Basis von Nickel und dessen Legierungen mit Eisen, Kobalt, Chrom, Kupfer oder anderen.

Standardmäßig liegen die Banddicken zwischen 0,10 mm und 2,00 mm und die Bandbreiten zwischen 3,00 mm und 320 mm.

Das gesamte Portfolio von Auerhammer umfasst die unten stehenden Sorten:


Unter der Bezeichnung Weichmagnetische Bänder werden FeNi-Legierungen mit einem Ni-Gehalt vonn 35 - 81 % verstanden. Die Legierung Normaperm (35 - 40 % Ni) zeichnet sich durch einen besonders geringen Anstieg der Permeabilität im Bereich von magnetischen Feldstärken bis etwa 100 mOe aus.Die Legierungen mit 45 - 55 % Ni weisen eine verhältnismäßig gute Anfangspermeabilität und eine hohe Sättigungsinduktion auf. Die Legierungen mit 76 - 81 % Ni besitzen hohe Anfangspermeabilitätswerte.

Auf Basis FeNi, FeNiCr und FeNiCo werden Werkstoffe zusammengestellt, die sich durch kontrollierte Wärmeausdehnung mit linearen Ausdehnungskoeffizienten von nahe Null bis hin zu ca. 12 x 10-6/K innerhalb eines bestimmten Temperaturbereiches auszeichnen. Diese Legierungen haben sich als die Standardlegierungen etabliert und decken den bekannten Bereich der Einschmelz- und den Bereich der Ausdehnungslegierungen mit geringer thermischer Ausdehnung ab.

In Abhängigkeit von dem jeweiligen charakteristischen thermischen Ausdehnungsverhalten eignen sich die Werkstoffe für Verbindungen mit Hart- und Weichgläsern bzw. Keramik.

 

Die Werkstoffe besitzen gute Verformungseigenschaften, sie sind gut kaltumformbar und es ist ein gutes Tiefziehverhalten gegeben. Aufgrund ihrer Zähigkeit und Festigkeit verhalten sich diese Legierungen bei einer spanabhebenden Bearbeitung wie austenitische Stähle. Schweißen und Löten sind ohne besondere Schwierigkeiten durchführbar.

Nickel zeichnet sich durch seine gute Verformbarkeit und elektrische Leitfähigkeit aus. Seine Anwendungsgebiete sind vielseitig, wie z.B.

 

 

> als Zusatzschicht bei Thermobimetallen zur Erzielung von bestimmtem elektrischen Widerständen

> als Zusatzschicht bei 1 und 2 Euro-Münzen zur Echtheitsprüfung in Automaten

> als Auflagenwerkstoff für diverse Münzen

> als Lötfähnchen für Batterien und Akkus

> als Polschuhe für Batterien

> als div. Stanzbiegeteile im Automobilbau (z. B. Abblendklappen in Autoscheinwerfern)

> als Elektrolyt-Anoden in Galvanikbetrieben

> als Anschlussstifte für Dampfbügeleisen

> als Außenkappe bei Transistoren

NiCr-, NiCrFe- und NiMoCr-Legierungen sowie deren Schweißzusatzwerkstoffe werden unter der Bezeichnung Chronin bzw. Ferrochronin zusammengefasst. Die Legierungsgruppe zeichnet sich durch sehr gute Korrosionsschutzeigenschaften aus.

 

Anwendungen

Ferrochronine (NiCrFe-Legierungen) sind korrosions- und hitzebeständige Legierungen, die hauptsächlich für Teile im Ofen-, Reaktor- und chemischen Apparatebau sowie im Fahrzeugbau Anwendung finden.

Chronine (NiCr- und NiMoCr-Legierungen) verfügen über eine sehr gute Säurebeständigkeit, die deswegen überwiegend im Chemieanlagenbau eingesetzt werden. Zahlreiche Bauteile für den Fahrzeugbau sowie für die Anlagen- und Meerestechnik benötigen ebenso diese extrem korrosionsfeste Legierungsgruppe.

Die Schweißzusatzwerkstoffe werden vorrangig zu Band- und Fülldrahtelektroden verarbeitet, die für das UP-Auftragschweißen von Teilen für den Chemiebehälterbau oder Reaktorbau eingesetzt werden.

NiCu-Legierungen und deren Schweißzusatzwerkstoffe besitzen einen Ni-Gehalt von 50 - 70 % und werden unter der Bezeichnung Silverin zusammengefasst.


Anwendungsbeispiele

› Silverin 404 (NiCu45) wird aufgrund der geringen magnetischen Permeabilität für Elektronikteile eingesetzt.

› Silverin 400 (NiCu30Fe) zeichnet sich durch eine hervorragende Beständigkeit gegen Flusssäure sowie gegen Seewasserkorrosion aus. Einsatzgebiete sind der Anlagen- und Apparatebau sowie der Schiffbau.

› Silverin 500 (NiCu30Al) ist aufgrund eines erhöhten Aluminium- und Titangehaltes aushärtbar.

  Die Endhärte liegt je nach Werkstoffzustand vor der Aushärtung zwischen 24 - 44 HRC.

  Haupteinsatzgebiet dieser Legierung sind Papierschabermesser. Desweiteren kommt die Legierung

  auch im Schiffbau zum Einsatz.


› IGS-Silverin 418 ist ein Schweißzusatzwerkstoff, der zu Bandelektroden verarbeitet wird, die für

  das UP-Auftragschweißen von Teilen für den Chemieanlagenbau und die Meerestechnik eingesetzt werden.

 

 


Mangan ist ein grau-weißes, hartes Schwermetall. An Luft ist es durch Bildung eines Oxidfilmes beständig. Wegen seiner großen Affinität zu Schwefel und Sauerstoff ist es aus der Metallindustrie nicht wegzudenken.

Etwa 90 bis 95% der erzeugten Menge, vorzugsweise als Ferromangan, wird in der Eisen- und Stahlindustrie verwendet.

› zur Desoxidation und Entschwefelung von Eisen und Stahl
› als Nickelersatz in korrosionsbeständigen Edelstählen
› als festigungssteigerndes Legierungselement in Stählen
› in Kupfer-Mangan- und Kupfer-Nickel-Manganlegierungen für temperaturabhängige Widerstände

Nickel-Mangan-Bänder finden vor allem Anwendung:

› als Dichtungsringe im Apparate- und Anlagenbau
› als elektroakustische Bauteile
› als Teile für Elektroröhren und Glühlampen
› als Zündkerzenelektroden

Kupfer und Nickel sind wegen ihrer Kristallstruktur gut mischbar; der gesamte Legierungsbereich zeigt ein einphasiges, kubisch-flächenzentriertes Gitter. Mit steigendem Nickelgehalt geht die rote Farbe des Kupfers in die silberhelle des Nickels über. Gleiches gilt auch für das magnetische Verhalten. Ab ca. 40 % Nickelanteil beginnt der ferromagnetische Bereich bei dieser Legierungsgruppe. Der elektrische Widerstand erreicht sein Maximum mit ca. 0,5 µ Ohm*m bei etwa 50 Atom-% Nickel. Eine weitere und für die Anwendung bedeutsame Eigenschaft ist die große chemische Beständigkeit. In oxidierenden Medien erfolgt eine Passivierung des Nickels, die mit steigendem Nickelgehalt zunimmt. Durch Zulegieren von Mangan und Eisen kann dieser Effekt noch verstärkt werden.


Anwendungen

› Widerstandswerkstoff, z. B. als Heizleiter in thermischen Schaltern

› Widerstände in der Elektrotechnik

› korrosionsbeständiger Werkstoff, z. B. in Tankanzeigern (Forderung: nicht ferromagnetisch);

› Rohre im Seewasser (unempfindlich gegen Kavitation), Tanks in der chemischen Industrie, Ölkühler in  

  Schiffsmotoren, in Meerwasserentsalzungsanlagen und in der Abwasseraufbereitung

› Münzwerkstoff, z. B. 25 Cent, USA und 1 und 2 Euro-Münzen

› Auf- und Zwischenlagen für plattierte Bänder

Ihr Kontakt zu uns

Auerhammer Metallwerk GmbH
Hammerplatz 1
08280 Aue / Sachsen

Telefon: +49 3771 272-0
Telefax: +49 3771 272-201
info@remove-this.auerhammer-metallwerk.de